Zur Insolvenz der Hofbrauhaus Wolters GmbH
Die erneute Insolvenz der Hofbrauhaus Wolters GmbH ist eine schlechte Nachricht für Braunschweig. Unsere Gedanken gelten insbesondere den Beschäftigten, die nun erneut mit Unsicherheit konfrontiert sind. Zugleich prägt Wolters seit mehr als 400 Jahren die Braunschweiger Kultur- und Stadtgeschichte. Diese Tradition darf nicht leichtfertig aufgegeben werden.
„Jetzt kommt es darauf an, den Sanierungsprozess entschlossen zu nutzen und Wolters zukunftsfähig aufzustellen. Die Brauerei braucht ein überzeugendes Konzept, das auf veränderte Konsumgewohnheiten reagiert und neue Perspektiven eröffnet. Gleichzeitig dürfen die Beschäftigten in dieser schwierigen Situation nicht allein gelassen werden“, erklärt Gisea Ohnesorge, wirtschaftspolitische Sprecherin von die FRAKTION.BS, Die Linke, Volt und Die PARTEI.
Der rückläufige Bierabsatz zeigt, dass sich die Branche und das Verbraucherverhalten verändern. Wolters wird deshalb neue Perspektiven entwickeln müssen. Dazu gehören eine größere Produktvielfalt, alkoholfreie Angebote sowie moderne Vertriebs- und Vermarktungskonzepte.
Wir stehen Gesprächen aller Beteiligten offen gegenüber. Ob in Form eines Runden Tisches oder anderer Formate: Wichtig ist, dass gemeinsam tragfähige Lösungen für den Erhalt des Unternehmens und der Arbeitsplätze entwickelt werden. Auch die Stadt Braunschweig sollte prüfen, wie sie diesen Prozess konstruktiv begleiten kann, sofern dies von Unternehmensseite gewünscht wird.
„Wir werden den weiteren Prozess aufmerksam begleiten und setzen uns dafür ein, dass die traditionsreiche Braunschweiger Brauerei eine langfristige Perspektive erhält. Den Beschäftigten möchten wir sagen: Wir stehen an Eurer Seite“, so Ohnesorge.
Auszug aus der Braunschweiger Zeitung:
Wolters-Insolvenz: Fraktion.BS fordert Innovation und neue Konzepte
Die Fraktion.BS, ein Zusammenschluss aus Linke, Volt und Die Partei, zeigt sich angesichts der erneuten Wolters-Insolvenz betroffen: Für die Beschäftigten sei die Lage „wirklich bitter“, sagt die wirtschaftspolitische Sprecherin, Gisela Ohnesorge. Zudem dürfe eine 400-jährige Braunschweiger Brautradition nicht einfach verschwinden. Die Ursachen sehen die Ratsvertreter vor allem im rückläufigen Bierkonsum – und damit in einem Trend, auf den Wolters mit neuen Produkten und modernen Vertriebswegen reagieren müsse.
Unterstützung durch die Stadt schließen sie nicht aus, konkrete Hilfswünsche des Unternehmens seien bislang aber nicht bekannt. Einen „Runden Tisch Wolters“ begrüßt die Fraktion ausdrücklich, sofern dabei echte Zukunftsperspektiven entstehen. Die Richtung sei klar: mehr Innovation, mehr Vielfalt und ein tragfähiges Konzept für veränderte Verbraucherwünsche.
Entscheidend sei vielmehr, dass die angekündigte Sanierung tatsächlich zu einer wirtschaftlichen Stabilisierung führe. Die Marke Wolters und möglichst viele Arbeitsplätze müssten erhalten bleiben.
