Datenerhebung für Gender Budgeting

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Sachverhalt:
 
Gender Budgeting ermöglicht eine geschlechtergerechte Budgetverteilung, um sicherzustellen, dass öffentliche Mittel so eingesetzt werden, dass die unterschiedlichen Bedürfnisse und Lebensrealitäten von Frauen und Männern berücksichtigt werden.
 
Durch das Sammeln geschlechtsspezifischer Daten, können gezielte Maßnahmen ergriffen werden, um sicherzustellen, dass Frauen beispielsweise gleichen Zugang zu öffentlichen Dienstleistungen, Ressourcen und Infrastruktur haben. Das Ziel ist es, schon bei der Planung von Maßnahmen, Projekten und bei der Haushaltsplanung schon auf die unterschiedlichen Bedürfnisse hinzuweisen und nicht erst im Nachhinein ausbessern zu müssen.
 
 
Gender Budgeting hat sich in vielen Städten als effektive Methode erwiesen, um geschlechtsspezifische Ungleichheiten zu identifizieren und dezernats- und fachausschussübergreifend die Gleichstellung der Geschlechter gezielter angehen zu können. In Hannover wird zum Beispiel bei jeder Verwaltungsvorlage vermerkt, ob erstens die verwendeten Daten geschlechtsspezifisch erhoben und ausgewertet wurden und zweitens, inwieweit Frauen von der geplanten Maßnahme anders betroffen sind als Männer.
 
Erst eine geschlechtersensible Datenlage schafft die Voraussetzungen für eine fundierte und zielorientierte Gender Budgeting-Analyse. Ein erster Schritt zur Umsetzung in Braunschweig, wäre demnach die Erhebung geschlechtsspezifisch aufgeschlüsselter Daten. Dabei könnten auch bereits vorhandene Statistiken genutzt werden.

Vor diesem Hintergrund bitten wir um die Beantwortung der folgenden Fragen:

 

1. Welche geschlechtsspezifischen Daten werden in unserer Kommune in welchen Bereichen bereits erhoben?

2. Wie bewertet das Gleichstellungsreferat die Rolle von Gender Budgeting für die zukünftige Haushaltsplanung?

3. Wie könnten in Zukunft geschlechtsspezifische Daten erhoben werden?

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